Wie können moderne Quantentechnologien schneller in den Markt gelangen? Um diese Frage zu beantworten, erhält das Zukunftscluster Quantum Valley Lower Saxony iLabs (QVLS-iLabs) eine weitere Förderung in Höhe von 15 Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Damit kann das Zukunftscluster in seine zweite Projektphase starten. Nachdem in einem ersten Schritt die Grundlagen geschaffen wurden, soll jetzt der Technologietransfer in die Industrie beschleunigt werden – damit aus der Zukunftstechnologie ein echtes Alltagswerkzeug wird.
Wie das aussehen kann, zeigen erste Ergebnisse der vorherigen Förderphase. So wurde im QVLS-iLabs eine Software zur Steuerung von Quantenexperimenten entwickelt, die unter Open-Source-Lizenz von Wissenschaftler:innen weltweit genutzt werden kann. Ein weiteres Projekt zur effizienteren Batteriefertigung liefert mittels neuartiger Quantensensoren einen Beitrag für eine leistungsfähigere und nachhaltigere Elektromobilität. Sichtbar werden diese Ergebnisse durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen sowie bereits sechs neuen Patentanmeldungen, beispielsweise zu verbesserten Atomquellen oder stabilen optischen Lösungen für Quantenchips.

Jan Hosan/TU Braunschweig
Dr. Jana Hartmann (TU Braunschweig, beteiligt am QVLS-iLabs Projekt "Quantum Photonic Integrated Components", QPIC) bereitet Substrate mit MikroLEDs für die Analyse im Rasterelektronenmikroskop vor.
Als eines von nur fünf Zukunftsclustern erhielt QVLS-iLabs im Rahmen der BMFTR-Initiative Clusters4Future eine direkte Zusage über eine weitere Förderung in Höhe von 15 Millionen Euro. Zusammen mit 8 Millionen Euro aus Eigenmitteln stehen dem QVLS-iLabs in den kommenden drei Jahren damit insgesamt 23 Millionen Euro für die Forschung zur Verfügung. Daneben konnte das Zukunftscluster für die nächste Förderphase drei neue Partner:innen aus der Industrie gewinnen. Insgesamt arbeiten nun 21 Industriepartner mit Wissenschaftler:innen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, der Technische Universität Braunschweig, der Leibniz Universität Hannover und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zusammen. In unterschiedlichen Konstellationen forschen sie gemeinsam in dreizehn Quantentechnologie-Projekten.
„Neue Quantentechnologien mit marktreifen Anwendungen sind zum Greifen nah. Daher ist es großartig, dass die Erfolgsgeschichte dieses Innovationsökosystems fortgeschrieben werden kann.“ Mit diesen Worten würdigte Prof. Dr. Cornelia Denz, Präsidentin der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, die Bedeutung des QVLS-iLabs als regionales Innovationsnetzwerk. Mehr dazu erfahren Sie in der Pressemitteilung der TU Braunschweig.

