An der Technischen Universität Braunschweig fiel am 18. August der Startschuss für das „Center for Circular Production of Next Batteries and Fuel Cells“ (CPC): Auf einer Fläche von 3.700 Quadratmetern sollen hier ab 2027 rund 150 Wissenschaftler:innen an zirkulären Produktions- und Recyclingprozessen für Batterien und Brennstoffzellen arbeiten.
Am Research Airport Braunschweig haben Prof. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs und Prof. Arno Kwade, designierter Sprecher des „Center for Circular Production of Next Batteries and Fuel Cells“ (CPC), gemeinsam den Grundstein für den Forschungsbau gelegt.

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Grundsteinlegung für den neuen Forschungsbau: Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, Prof. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig, Carsten Müller, Mitglied des Bundestages, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs, Prof. Arno Kwade, designierter Sprecher des "Center for Circular Production of Next Batteries and Fuel Cells", und Torsten Markgräfe, Leitung Gebäudemanagement der TU Braunschweig (v.l.n.r.).
Ziel: Vollständiger Materialkreislauf
Zentrales Ziel des CPC ist die vollständige Integration von Recycling- und Resyntheseprozessen in die zirkuläre Produktion von neuen Generationen von Batterien und Energiewandlern bereits in der Produktentwicklungsphase. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden in den Bereichen Verfahrenstechnik, Recycling, Fertigungstechnik, Chemie, Physik und Logistik gemeinsam an Festkörperbatterien, membranbasierten Durchflussbatterien, Brennstoffzellen und Metall-Sauerstoff-Systemen forschen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rückgewinnung kritischer Rohstoffe und deren Aufbereitung zu hochreinen Aktivmaterialien – ein konsequent kreislaufwirtschaftlicher Ansatz, der geschlossene Materialkreisläufe ermöglicht und so den nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen sicherstellt.
Von der daten- und wissensbasierten Entwicklung neuer Elektroden und Membranen über innovative Zellkonzepte, In-situ-Diagnoseverfahren und digitale Simulationswerkzeuge bis hin zu ökologisch und ökonomisch optimierten Recycling- und Materialsyntheseprozessen zielt die Zusammenarbeit auf geschlossene Stoffkreisläufe für Lithium-Ionen- und Festkörperbatterien sowie Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Enge Industriepartnerschaften ermöglichen die schnelle Überführung in marktfähige Produkte – im Sinne einer resilienten, klimafreundlichen Energieversorgung für Deutschland und Europa.

Nickl Architekten Deutschland GmbH
Entwurfsansicht des geplantes Forschungsneubaus am Braunschweiger Forschungsflughafen: Center for Circular Production of Next Batteries and Fuel Cells (CPC).
Nächster Baustein für Forschungsschwerpunkt
Das CPC entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Forschungsbauten der TU Braunschweig, NFF (Fahrzeugtechnik), NFL (Luftfahrt) sowie dem Fraunhofer-Zentrum für Energiespeicher und Systeme ZESS (Systemlösungen Batterie- und Brennstoffzellentechnologie) und der Versuchshalle CircularLab der BLB (Battery LabFactory Braunschweig). Damit ist das CPC auch räumlich eng mit der Energiespeicher-, Fahrzeug- und Luftfahrtforschung vernetzt und stärkt zusätzlich sowohl den Forschungsschwerpunkt Mobilität in Braunschweig als auch die niedersächsischen Forschungsaktivitäten zur Energiewende.
Als Teil des regionalen Verbunds Braunschweig LabFactories for Batteries and more (BLB+) bündelt das CPC gemeinsam mit der BLB und dem Fraunhofer ZESS deutschlandweit führende Kompetenz in nachhaltiger Energiespeicher- und Brennstoffzellenforschung. Neben der TU Braunschweig und der Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten hier auch die TU Clausthal, die Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und die Leibniz-Universität Hannover im Wissenschaftsökosystem eng zusammen.
Die Fertigstellung des Baus ist für Ende 2027 geplant. Dafür stehen bis zu 73 Millionen Euro zur Verfügung. 38,6 Millionen Euro übernimmt das Land Niedersachsen (davon 31,6 Millionen Euro aus dem Programm zukunft.niedersachsen), 26,4 Millionen Euro kommen vom Bund und acht Millionen Euro von der TU Braunschweig. Mehr dazu lesen Sie in der Pressemitteilung der TU Braunschweig.
