Mit dem Projekt DigiVerS starten die sechs staatlichen Landesmuseen in Niedersachsen gemeinsam in eine neue Phase der Kooperation. Ziel ist es, die digitale Infrastrukturen für Forschungsdaten im Museumsbereich aufzubauen, neue Vermittlungsformate zu entwickeln und den Zugang zu musealem Wissen zu stärken.
DigiVerS steht für „Digitale Verantwortung und Sichtbarkeit: Die niedersächsischen Landesmuseen vernetzen Wissenschaft und Gesellschaft“. In dem landesweit koordinierten Verbund entwickeln das Landesmuseum Hannover, das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, das Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg, das Herzog Anton Ulrich-Museum, das Braunschweigische Landesmuseum und das Staatlich Naturhistorische Museum gemeinsam Standards, Strategien und Werkzeuge für das digitale Forschungsdatenmanagement. Dabei stehen sie engen Austausch mit wissenschaftlichen Partnern wie der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes, der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen, dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, der Jade Hochschule Oldenburg – Institut für Angewandte Photogrammetrie und Geoinformatik sowie weiteren Fachinstitutionen.
Das Ergebnis dieser Arbeit soll ein musealer Forschungsverbund sein, indem erstmals die niedersächsischen Landesmuseen ihre Daten miteinander in Verbindung bringen sowie der Öffentlichkeit und Forschung an einer Stelle zugänglich machen können. Die gemeinsam erarbeitete Forschungsdateninfrastruktur der sechs Landesmuseen soll in die nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) eingebunden werden und so die kulturellen Datenschätze Niedersachsens auch auf Bundesebene sichtbar machen. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Arbeit von Digitalkurator:innen, die sowohl in der Verbundstruktur als auch direkt in den sechs beteiligten Landesmuseen agieren. Sie verbinden die museale Praxis mit übergeordneten Forschungs- und Infrastrukturfragen – und tragen maßgeblich dazu bei, digitale Strategien, Datenmodelle und Vermittlungsformate zu entwickeln.
Für das Projekt stehen in den nächsten zwei Jahren rd. 2,8 Mio. Euro aus dem gemeinsamen Förderprogramm zukunft.niedersachsen des Landes Niedersachsen und der VolkswagenStiftung zur Verfügung.
Bild: Nicolas Herrbach – stock.adobe.com
