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Empirische Bildungsforschung: Neues Zentrum entsteht in Lüneburg

06
Feb
2026

Wie gelingt Unterricht, der Kinder und Jugendliche stärkt? Wie bleibt das Bildungssystem lernfähig, wenn sich gesellschaftliche Anforderungen rasant verändern? Das neu gegründete Zentrum für Empirische  Bildungsforschung (ZEB) will wissenschaftlich fundierte Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben.

Das ZEB entsteht am Standort Lüneburg und wird gemeinsam von der Leuphana Universität Lüneburg und der Leibniz Universität Hannover getragen. Es adressiert aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich und versteht sich als Brücke zwischen Bildungswissenschaft, Bildungspolitik und Bildungsadministration. Dazu bündelt es Expertise, fördert den Austausch zentraler Akteure und liefert evidenzbasierte Grundlagen für bildungspolitische Entscheidungen.

Im Mittelpunkt der Forschungen stehen zunächst die Schwerpunkte Kompetenzmessung von Lernenden und Lehrpersonen, innovative Ansätze des Bildungsmonitorings sowie datenbasierte und evidenzinformierte Schulentwicklung. Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit mit weiteren Hochschulen und Forschungsverbünden auf nationaler und internationaler Ebene geplant, um die Qualität und Reichweite der Bildungsforschung in Niedersachsen weiter zu stärken. Hierfür werden insgesamt fünf Professuren für sechs Jahre gefördert, die anschließende Verstetigung ist durch die Hochschulen sichergestellt.

Die Initiative zur Gründung des Zentrums ging von der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen aus. Das neue Zentrum wird mit rund 5,8 Millionen Euro über sechs Jahre aus dem gemeinsamen Förderprogramm zukunft.niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur sowie der VolkswagenStiftung finanziert.

Parallel hierzu fördert zukunft.niedersachsen begleitende Maßnahmen zur Empirischen Bildungsforschung in der „Forschungsallianz zur Interventions-, Implementations- und Transferforschung“ mit weiteren rund 4,1 Millionen Euro. Beteiligt hieran sind neben der Leibniz Universität Hannover die Technische Universität Braunschweig und die Universität Hildesheim.

Bild: GlobalStock via iStock