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Hannah Arendt Fellowships starten 2026

Hannah Arendt schaut verträumt zur Seite
10
Dez
2025

Zehn internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften kommen im Sommersemester 2026 als erster Jahrgang der neuen Hannah Arendt Fellowships nach Niedersachsen. Sie alle widmen sich dem Thema Demokratie.

Das erste Jahresthema „Demokratie“ widmet sich einem Forschungsgebiet, das angesichts wachsender gesellschaftlicher Polarisierung, digitaler Desinformation und Politikverdrossenheit besonders dringlich erscheint: Demokratie ist seit der Antike ein zentrales gesellschaftliches Prinzip, doch ihre konkrete Ausgestaltung, Stabilität und kulturelle Vielfalt sind keineswegs selbstverständlich. Die Projekte untersuchen Demokratie(n) daher als historisch gewachsene, kulturell vielgestaltige und wandelbare Ordnung – von frühen kollektiven Entscheidungsformen in der Antike oder im Alten Testament bis zu heutigen Herausforderungen digitaler Öffentlichkeiten.

Die Fellowships ermöglichen internationalen Forschenden Gastaufenthalte von bis zu sechs Monaten an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Land. Das Programm hat eine in Deutschland einzigartige Struktur: Statt an einem zentralen Kolleg forschen die im Herbst 2025 durch eine unabhängige Fachkommission ausgewählten Fellows an ganz unterschiedlichen Standorten. Im ersten Jahr gehören Einrichtungen in Hannover, Oldenburg, Osnabrück und Göttingen zu den Gastgebern. Tandem-Partnerschaften mit Forschenden vor Ort, Workshops, Kolloquien und öffentliche Veranstaltungen schaffen ein landesweites Netzwerk für wissenschaftlichen Austausch.

Die Ausschreibung für Fellowships des Jahrgangs 2027 wird im Frühjahr 2026 veröffentlicht. Das Programm wird im Rahmen von zukunft.niedersachsen zunächst für fünf Jahre mit insgesamt 5 Millionen Euro gefördert und von der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen koordiniert.