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Schneller vom Labor zur Medizin: IBT finanziert zwei neue Projekte

19
Nov
2025

Eine neuartige orale Immuntherapie bei Krebs und ein Medikament zur Behandlung von chronischer Leberfibrose: Damit diese innovativen Ideen schneller in der Praxis ankommen, erhalten die Projekte „Citrapeutics“ und „RNA Healer“ insgesamt knapp 2,5 Millionen Euro Förderung.

Bei der fünften Portfolio-Konferenz des Institute for Biomedical Translation Lower Saxony (IBT) im TRAFO Hub in Braunschweig wurden die beiden Vorhaben als Gewinner gekürt. Sie setzten sich damit gegen fünf weitere Teams aus niedersächsischen Forschungseinrichtungen durch.

Das „Citrapeutics„-Team vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig möchte die Krebsbehandlung revolutionieren und den Patient:innen eine Alternative zu gängigen Immuntherapien bieten. Es entwickelt niedermolekulare Hemmstoffe für eine neuartige orale Immuntherapie bei Krebs. Geplant ist, den derzeit vielversprechendsten Wirkstoff Citra01 weiter zu optimieren sowie weitere zu generieren.

Die Wissenschaftler hinter dem Projekt „RNA Healer“ kommen von der Medizinischen Hochschule Hannover und entwickeln ein RNA-basiertes Medikament für Patient:innen mit fortgeschrittener chronischer Leberfibrose. Ziel ist es, die verheerende Narbenbildung zu reduzieren und die Leberfunktion langfristig zu verbessern.

Eine gruppe von Menschen hält zwei große Schecks in die Kamera

Die Gewinner-Teams "Citrapeutics" und "RNA Healer" zusammen mit der Jury bei der IBT Portfolio Konferenz in Braunschweig.

Die beiden Projektideen versprachen für die Jurymitglieder aus Wissenschaft, Gründern, Industrie und Regulatorik am meisten Erfolg. Mit dem Fördergeld soll es gelingen, die Forschungsergebnisse möglichst schnell klinisch zu erproben und durch die Gründung von Startups auch wirtschaftlich erfolgreich zu machen.

Den neu geförderten IBT-Projekten steht insgesamt eine Unterstützung von knapp 2,5 Millionen Euro für eine Laufzeit von zwei Jahren zur Verfügung. In der ersten Phase der Förderung erfolgt die zügige wissenschaftliche und marktorientierte Weiterentwicklung, damit aus einer Forschungsidee eine Geschäftsidee wird und mit einem fundierten Businessplan zeitnah eine Unternehmensgründung erfolgen kann. Danach liegt der Fokus auf der Aufnahme der Geschäftstätigkeit sowie darauf, weitere externe Finanzierung zu ermöglichen. Mit den zwei neuen Projekten befinden sich inzwischen zehn Projekte mit einer Gesamtförderung von fast elf Millionen Euro im IBT-Portfolio.

Neue Ausschreibung: weitere Projekte gesucht

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde die sechste Ausschreibung für die Auszeichnung im kommenden Jahr veröffentlicht. Bis 23. Januar 2026 können Kurzanträge eingereicht werden. Am 2. Dezember 2025 wird es eine digitale Infosession dazu geben. Alle Informationen dazu finden Sie auf der IBT-Webseite.