Die Entscheidung ist getroffen: In der letzten Ausschreibungsrunde der Initiative „Forschungskooperation Niedersachsen – Israel“ konnten sich acht Projekte im Bereich der Lebenswissenschaften durchsetzen. Sie erhalten insgesamt rund vier Millionen Euro.
Die nun geförderten Projekte decken ein breites Spektrum zukunftsweisender Biomedizin ab: Sie reichen von der Erforschung grundlegender Stoffwechsel‑ und Immunprozesse in mikrobiellen Symbiosen bis hin neuen Therapieansätzen für das Zwerchfell, die entwickelt werden sollen. Weitere Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss mütterlicher Mundgesundheit auf die frühe Immunentwicklung, zentralen Netzwerken im Gehirn für die motorische Anpassung sowie embryoähnlichen Modelle aus Stammzellen, um frühe Blut- und Gefäßsysteme besser zu verstehen. Ergänzt wird die Auswahl durch neue Strategien, um biochemische Mechanismen in bestimmten Enzymen zu steuern sowie vergleichende Studien zu neuronalen Grundlagen sozialen Verhaltens bei Primaten.
Folgende Kooperationsprojekte aus der Ausschreibung 2025 werden gefördert:
Alfred Wegener Institut (Bremerhaven); Weizmann Institute of Science:
Resolving metabolic and immune mechanisms in protozoan endosymbiosis (REIME)
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig); Hebrew University of Jerusalem:
Elucidating the Mechanisms by Which Maternal Periodontitis Shapes Immune Development Along the Oral-Gut Axis
Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften (Göttingen); Tel Aviv University:
Multi-pronged innovative approaches to harness allostery in HECT ubiquitin ligases
Deutsches Primatenzentrum Göttingen; Weizmann Institute of Science:
Neural representations of social value across primate species
Universitätsmedizin Göttingen; Technion-Israel Institute of Technology:
Towards a regenerative therapy for the diaphragm
Universitätsmedizin Göttingen; Deutsches Primatenzentrum Göttingen; Hebrew University of Jerusalem:
Redefining the „motor“ thalamus: parallel thalamocortical circuits for sensorimotor adaptation in health and disease
Medizinische Hochschule Hannover; Weizmann Institute of Science:
Naïve Pluripotent Stem Cell-based Embryo-Like Models – Tracing Human Intra- and Extraembryonic Hemato-Endothelial Ontogeny
Universität Hannover; Tel Aviv University:
Unravelling Gibberellin Glucosylation as an Overlooked Layer of Plant Hormone Regulation
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