Innovationsrat Niedersachsen

Wie kann Niedersachsen Innovationen fördern und den Transfer von Erkenntnissen der Wissenschaft in die Wirtschaft unterstützen? Der Innovationsrat Niedersachsen berät die Landesregierung dabei, Innovationssystem und -politik im Land voranzutreiben. Ziel ist es, mithilfe von Innovationen bestehende Sektoren wie Mobilität oder Landwirtschaft zu erneuern und neue Wertschöpfungsfelder, beispielsweise Biotechnologie oder Gesundheitsforschung, zu erschließen.

Das Gremium wurde vom Land Niedersachsen für 18 Monate berufen. Im September 2026 wurde der Abschlussbericht, „Zukunftsplan für Niedersachsen“ (Download, PDF), veröffentlicht. In diesem werden Empfehlungen ausgesprochen, wie Niedersachsen attraktive Rahmenbedingungen für Innovationen und neues Unternehmertum schaffen kann.

Zukunftsplan für Niedersachsen

Das Ziel: Eine „Ära der rapiden Erneuerung“ – mehr Tempo für ein starkes, wandlungsfähiges und lebenswertes Niedersachsen. Hier finden Sie den Bericht des Innovationsrates Niedersachsen vom September 2026.

Coverbild des Berichts "Zukunftsplan für Niedersachsen", viele Menschen von oben fotografiert und durch Linien verbunden

Aufgaben und Handlungsfelder des Innovationsrates Niedersachsen

Die Mitglieder des Innovationsrates analysieren bestehende Strukturen, Akteure und Förderinstrumente innerhalb des niedersächsischen Innovationssystems. Darauf aufbauend entwickeln sie strategische Handlungsempfehlungen und identifizieren Hebel, um Veränderungsprozesse zu beschleunigen und bestehende Aktivitäten sowie Programme besser aufeinander abzustimmen. Sie konzentrieren sich dabei auf folgende fünf Handlungsfelder:

Logo Innovationsrat Niedersachsen
  • Moderne Industriepolitik und disruptive Innovationen
    Wirtschaftsstruktur und Innovationsgeschehen im Land sind durch traditionelle Großindustrien geprägt. Die Forschungs- und Innovationsförderung verfolgt aktuell einen breiten Ansatz: von der Förderung der Produktionsforschung über Forschungsverbundprojekte bis zur Förderung neuer Technologien mit noch unbestimmtem, aber allseits vermuteten Innovationspotenzialen.
  • Das niedersächsische Hochschul- und Wissenschaftssystem
    Im Hochschul- und Wissenschaftssystem, als eine der wesentlichen Grundlagen für Innovationen, gilt es Stärken zu profilieren und Kooperationen gezielt auszubauen – zwischen Hochschulen, außeruniversitären Einrichtungen, Unternehmen und weiteren Akteur:innen.
  • Transfer und Ausgründungen
    Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch mit dem öffentlichen Sektor, muss als Kernelement eines funktionierenden Innovationssystems weiter verbessert werden.
  • Finanzierung
    Der Zugang zu Risiko- und Wachstumskapital für junge Unternehmen, aber auch die Erschließung von Bundes- und EU-Fördermitteln müssen vereinfacht und unterstützt werden, um dem Innovationsstandort Niedersachsen eine auch zukünftig tragfähige Finanzbasis zu bereiten.
  • Fachkräftebildung und „Future Skills“
    Um Innovation zu ermöglichen, braucht es moderne Qualifikationsprofile, die eng am Bedarf von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ausgerichtet sind. Eine Schlüsselrolle spielen „Future Skills“, um unternehmerische Kompetenzen zu vermitteln und Gestaltungswillen zu fördern.
  • Governance
    Ein leistungsfähiges Innovationssystem braucht klare Zielbilder und koordinierte Prozesse. Um große Zukunftsaufgaben wie Dekarbonisierung oder Digitalisierung strategisch anzugehen, ist eine Governance gefragt, die missionsorientiert arbeitet, Förderstrukturen besser verzahnt und sektor- und ressortübergreifende Zusammenarbeit stärkt.

 

Die Mitglieder des Innovationsrates stehen in einem Treppenhaus und schauen nach oben in die Kamera.

Kamen Anfang Juli 2025 zur ersten Sitzung zusammen: Dr. Melanie Maas-Brunner (vorn); Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Prof. Dr. Joachim Schachtner, Dr. Georg Schütte, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. August-Wilhelm Scheer, Uwe Ilgenfritz-Donné (mittlere Reihe v. l. n. r.); Andrea Frank, Robert-Jan Smits, Prof. Dr. Cornelia Denz, Dr. Nikolai Ardey, Marco Janezic (hintere Reihe v. l. n. r.).

Die Mitglieder des Innovationsrats Niedersachsen 

  • Dr. Georg Schütte (Vorsitzender), Vorstand VolkswagenStiftung
  • Dr. Nikolai Ardey, Leiter des Bereichs „Group Innovation“, Volkswagen AG
  • Prof. Dr. Cornelia Denz, Präsidentin, Physikalisch-Technische Bundesanstalt  
  • Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin und Mitglied der Geschäftsführung,  Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 
  • Marco Janezic, Gründer und Geschäftsführender Partner, Blue Ribbon Partners  
  • Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
  • Melanie Maas-Brunner, Präsidentin, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
  • Dr. Andreas Poensgen, Partner und geschäftsführender Gesellschafter, Turgot Ventures
  • Robert-Jan Smits, ehemaliger Generaldirektor für Forschung und Innovation, Europäische Kommission; Präsident Emeritus, Technische Universität Eindhoven
  • Prof. Dr. Dr. h. c. mult. August-Wilhelm Scheer, Gründer und Geschäftsführer, August-Wilhelm-Scheer Institut 
  • Dr. Sylvia Schwaag Serger, Präsidentin, Königlich Schwedische Akademie der Ingenieurswissenschaften

Ständige Gäste:

  • Dr. Joachim Schachtner, Staatssekretär, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
  • Uwe Ilgenfritz-Donné, Geschäftsführer, Niedersachsen.next

Unterstützt wurde der Innovationsrat dabei durch ein Sounding Board mit verschiedenen niedersächsischen Interessenvertreter:innen. Die Geschäftsstelle ist bei der VolkswagenStiftung eingerichtet.